Veranstaltungen auf EU-Ebene

Die europäische Veranstaltung konzentrierte sich auf alle bewährten Praktiken, die auf Dekarbonisierung, Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität, die Nutzung erneuerbarer Energien und die Beteiligung der Öffentlichkeit abzielen.

Der Big European Exchange fand am 16. April, am Ende des Peer-to-Peer Erfahrungsaustausches statt, umfasste 42 europäische Gemeinden, 7 für jedes beteiligte Land, mit dem Ziel, kleinen und großen Städten zu helfen, lebenswerter und widerstandsfähiger zu werden. An diesem Prozess waren nicht nur die politischen EntscheidungsträgerInnen beteiligt, die die Vorschläge für den Wandel übernehmen müssen, sondern auch die technischen Verantwortlichen und einem Teil des Kommunikationspersonals, das für die Umsetzung der Prozesse und das Verständnis der Projekte von grundlegender Bedeutung ist. Die Klimaziele werden eine entscheidende Rolle bei der Umgestaltung unserer Städte spielen.  Daher ist es wichtig, dass alle Akteure innerhalb und außerhalb der Gemeinde nicht nur über alle Instrumente zur Umsetzung des Wandels verfügen, sondern auch, dass die BürgerInnen in dem Prozess einbezogen werden.

Im Rahmen des Projekts veranstalteten die niederländischen Designbüros Generation.Energy und PosadMaxwan Expertenworkshops. Dabei ging es darum, ihre Erfahrungen mit Energieraumplanung mit allen Nachahmer-Gemeinden und Vorreiter-Gemeinden zu teilen und sie bei der Lösung der anstehenden Herausforderungen bei der weiteren Entwicklung zu unterstützen.

Das Konsortium aus 7 Partnern aus 7 europäischen Ländern trifft sich regelmäßig, um die vergangenen und anstehenden Projekt-Aufgaben zu besprechen, sich über die wichtigsten Herausforderungen und möglichen Lösungen auszutauschen und um Erfolgsgeschichten zu teilen.

Bislang haben folgende Treffen stattgefunden:

  1. Treffen in Radolfzell (24.-25.01.2019): Das Treffen bot den Partnern die Gelegenheit, sich kennenzulernen und darüber zu diskutieren, wie die europäischen Gemeinden bei der Einführung der integrierten Energieraumplanung unterstützt werden können. Sie diskutierten auch über die Organisation des Wettbewerbs der Städte und Gemeinden und darüber, wie man eine möglichst große Gruppe von potenziell interessierten Städten und Gemeinden erreichen kann.
  2. Treffen in Krakau (30.09-01.10.2019): Während des Treffens tauschten die Partner die Ergebnisse ihrer nationalen Wettbewerbe aus und begannen mit der Ausarbeitung eines Peer-Learning-Plans, um einen effizienten, interessanten und interaktiven Austausch zwischen den teilnehmenden Gemeinden zu gewährleisten. Darüber hinaus wurde ein Workshop zur Verbreitung und Nutzung der Projektergebnisse durchgeführt, bei dem die Partner diskutierten, mit welchen verschiedenen Zielgruppen welche Ergebnisse geteilt werden sollen.
  3. Online-Treffen (13.03.2020): Seit dem Treffen in Krakau hat sich die Weltlage stark verändert und statt im malerischen Graz mussten sich die Partner virtuell treffen. Trotz der Schwierigkeiten gelang es dem Konsortium, einen effizienten Austausch über die nationalen P2P-Erfahrungs-austauschprogramme, die wichtigsten Erkenntnisse aus der ersten Runde der Workshops mit den Städten und die von den Nachahmer-Gemeinden zu entwickelnden Energieraumplanungskonzepte zu führen. Sie nahmen auch an einem Workshop für RaumplanerInnen teil, der von PosadMaxwan und Generation.Energy, den erfahrenen niederländischen Partnern, geleitet wurde.
  4. Online-Treffen (14.-15.10.2020): Mit zunehmender Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Instrumenten zur Erleichterung des Online-Austauschs arbeiteten die Partner an Ideen, wie nationale und europäische Leitfäden und Informationspakete, die im Rahmen von MULTIPLY entwickelt wurden, effizient unter anderen Gemeinden verbreitet werden können. Gearbeitet wurde auch daran, wie das Maximum aus den laufenden P2P-Prozessen herausgeholt werden kann, wie Städte bei der Entwicklung von Energieraumplanungskonzepten unterstützt werden können und wie sinnvolle europäische Austauschkomponenten in diesen schwierigen Zeiten geschaffen werden können.
  5. Online-Treffen (21.05.2021): Das Treffen konzentrierte sich auf die Analyse der Ansichten der Partner und Gemeinden über die bereits durchgeführten P2P-Erfahrungsaustauschtreffen, die Erörterung des Status quo der Arbeit an nationalen und europäischen Leitfäden zur Energieraumplanung sowie auf den aktuellen Stand der Arbeit an lokalen Energieraumplanungskonzepten. Das Konsortium begann auch mit der Planung einer europäischen Konferenz, die - so hoffen wir – noch mal eine Gelegenheit für ein persönliches Treffen der Partner und Gemeindevertreter sein wird.